Heidelberger Katechismus

Deckblatt der ersten Ausgabe des Heidelberger Katechismus von 1563Mit einem Katechismus werden die Glieder der Kirche, in Form von Frage und Antwort, in den Grundfragen des christlichen Glaubens unterwiesen. Durch diesen Unterricht soll der Glaube des Einzelnen gestärkt und die Einheit der Kirche gefördert werden.

Der Heidelberger Katechismus wurde im Jahre 1562 vom Dogmatikprofessor Zacharias Ursinus geschrieben und ein Jahr später auf Befehl des Kurfürsten von Heidelberg gedruckt. Daher hat der Katechismus seinen Namen.

 

Eröffnung des Heidelberger Katechismus

Frage 1: Was ist dein einziger Trost im Leben und im Sterben?
Antwort: Dass ich mit Leib und Seele im Leben und im Sterben nicht mir, sondern meinem treuen Heiland Jesus Christus gehöre, der mit seinem teuren Blut für alle meine Sünden vollkommen bezahlt und mich aus aller Gewalt des Teufels befreit hat und so bewahrt, dass ohne den Willen meines Vaters im Himmel kein Haar von meinem Kopf fallen kann, ja, dass mir sogar alles zu meinem Heil dienen muss. Darum sichert er mir auch durch seinen Heiligen Geist das ewige Leben zu und macht mich von Herzen willig und bereit, fortan für ihn zu leben.

Frage 2: Welche Dinge musst du wissen, damit du in diesem Trost selig leben und sterben kannst?
Antwort: Drei Dinge: erstens, wie gross meine Sünde und mein Elend sind; zweitens, wie ich von allen meinen Sünden und meinem Elend erlöst werde; und drittens, wie ich Gott für diese Erlösung danken soll.

 

Der Heidelberger Katechismus im Internet

Predigten zum Heidelberger Katechismus